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Redaktion: Heinz Schmitz


Energiebewusstes Hochleistungsrechnen

Die Wissenschaftler der Gruppe Computational Methods in Systems and Control Theory am Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme Magdeburg widmen sich daher in einem Kooperationsprojekt mit dem Institut für Computergestützte Ingenieurwissenschaften (Computing Engineering Institute) an der Universidad de la República in Montevideo, Uruguay, der Frage, wie viel Strom in welchem Teil eines Algorithmus verbraucht wird. Untersucht werden die einzelnen Kernoperationen unter Berücksichtigung von Rechengenauigkeit, Laufzeit und Energieaufnahme. Anwendung finden diese mathematischen Algorithmen und Methoden in der computergestützten Optimierung, Steuerung und Regelung physikalisch- technischer Prozesse oder bei Simulationen in der chemischen Prozesstechnik.

 

Als eine Teildisziplin des wissenschaftlichen Rechnens, einem interdisziplinären Betätigungsfeld aus Mathematik, Informatik und Anwendungsdisziplinen, behandelt auch das Hochleistungsrechnen die Computersimulation von mathematischen Modellen wissenschaftlicher oder technischer Prozesse. Der Schwerpunkt liegt hier allerdings auf der Verwendung spezieller Computerarchitekturen und deren optimaler Nutzung. Bei den verwendeten Computern handelt es sich zum einen um Großrechner oder Linux-Cluster mit einem verteilt parallelen Programmiermodell. Zum anderen kommen spezielle Komponenten für spezielle Aufgaben zum Einsatz. Dies können etwa Hochleistungsgrafikchips sein, die sich besonders für die Ausführung einzelner, immer gleicher Operationen auf großen Datenmengen eignen.

 

Ein zunehmend wichtiges Thema sind Energiefragestellungen im Hochleistungsrechnen. Energie kann hierbei nicht nur durch den Einsatz energieeffizienter Hardware gespart werden. Auch im Softwarebereich können neue Methoden zum Energiesparen beitragen. Die Wissenschaftler am Max-Planck-Institut Magdeburg messen und analysieren hierzu unter anderem die Leistungsaufnahme ihrer Compute- Server mit zwei Hochleistungsgrafikprozessoren und zukünftig mit Intel Phi Beschleunigerkarten. Langfristiges Ziel des Kooperationsprojektes ist die gemeinsame Erarbeitung einer Softwarebibliothek, die Entwicklern und Wissenschaftlern als Werkzeug für verschiedenste Anwendungsbereiche zur Verfügung stehen soll.

 

Weitere Informationen unter:

http://www.mpi-magdeburg.mpg.de/csc/projects/pahpc

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