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Redaktion: Heinz Schmitz
Safe3D entwickelt erklärbare KI für industrielle Tiefenkameras
Versuchsaufbau mit Roboterarm und Tiefenkameras im Forschungsprojekt Safe3D. (Quelle: Laurenz Reichardt/TH Mannheim)
Mit Safe3D beginnt an der Technischen Hochschule Mannheim ein Forschungsprojekt, das sich den Herausforderungen moderner Tiefensensorik und Künstlicher Intelligenz widmet. Tiefenkameras sind in industriellen Anwendungen weit verbreitet, da sie präzise räumliche Informationen liefern. Während KI in vielen Bereichen große Fortschritte erzielt hat, existieren für die Verarbeitung von Tiefendaten bisher nur wenige spezialisierte Ansätze. Hinzu kommt, dass Tiefenkameras auf unterschiedlichen Messprinzipien basieren, was die Übertragbarkeit von KI- Methoden erschwert. Safe3D setzt an dieser Lücke an und erforscht Verfahren, die Objekte unabhängig vom Sensortyp nachvollziehbar erkennen können.
Ziel von Safe3D ist die Entwicklung neuer KI-Verfahren, die Tiefendaten unterschiedlicher Herkunft verarbeiten können. Dazu gehören Messprinzipien wie Time-of-Flight oder Musterprojektion. Die Forschung konzentriert sich darauf, robuste und übertragbare Modelle zu schaffen, die ein verlässliches Erkennen von Objekten ermöglichen. Ein weiterer Bestandteil ist die Erklärbarkeit dieser KI-Methoden. Die Entscheidungen der KI sollen nachvollziehbar und konsistent sein, was für den Einsatz in sicherheitsrelevanten Bereichen eine entscheidende Voraussetzung darstellt. Mit den angestrebten Ergebnissen leistet Safe3D einen Beitrag zur Forschung rund um KI und Tiefensensorik. Die Entwicklungen können langfristig dazu beitragen, industrielle Prozesse sicherer zu gestalten und neue Maßstäbe für die Validierung und Nachvollziehbarkeit von KI- Verfahren zu setzen.
Die wissenschaftliche Durchführung des Projekts liegt beim Forschungs- und Transferzentrum CeMOS der TH Mannheim unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Oliver Wasenmüller. Unterstützt wird das Vorhaben von Pepperl+Fuchs SE – sowohl finanziell als auch durch fachliches Know-how aus der Abteilung Industrial Vision Sensors (IVS). Dadurch fließen praktische Erfahrungen aus der industriellen 3D-Sensorik in die wissenschaftliche Arbeit ein.
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